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HABICHTSWALDKLINIK
Die integrative
Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Blasenkrebs
Hinsichtlich der Altersverteilung nimmt die Häufigkeit der Erkrankungsfälle ab dem 40.ten Lebensjahr zu. Die überwiegende Zahl der Betroffenen ist zwischen 50 und 75 Jahren alt. Einen individuell beeinflussbaren Risikofaktor stellt das Rauchen dar. Das Risiko, an einem Blasenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern etwa 2- bis 4-fach erhöht. Das Erkrankungsrisiko hängt auch vom Teergehalt und der Menge der gerauchten Zigaretten ab. Bei einigen Chemikalien in der Arbeitswelt (Anilinfarbstoffe, aromatische Amine, Benzidin, Naphthylamin, Aminodiphenyl) besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Krebserkrankung. Bei einer beruflichen Belastung ist zu prüfen, ob eine Berufkrankheit vorliegt. Hierzu gehören Arbeitsplätze in der Leder-, Textil- und Farbstoffindustrie. Auch das Zytostatikum Cyclophosphamid führt zu einer Schädigung der Blasenschleimhaut mit der Gefahr einer Entartung. Deshalb wird bei hohen Dosen dieser Substanz eine schützende Substanz (Uromitexan = MESNA®) gegeben. Weitere
Ursachen für die Entstehung von bösartigen Veränderungen der Harnblase sind
häufige Blasenentzündungen (chronische Zystitis) und die gehäufte Einnahme von
Schmerzmitteln, welche Phenacetin enthalten. Früher wurde eine Risikosteigerung
durch
Vereinfacht können Blasenkrebs e in oberflächliche und sogenannte invasive Karzinome eingeteilt werden. Bei invasiven Karzinomen sind die tieferen Schichten der Blasenwand, insbesondere die Muskulatur, befallen. Die Grenze zwischen oberflächlichen und tiefen Blasenkarzinomen bildet die Muskelschicht der Harnblase. Die Eindringtiefe ist von großer Bedeutung für die Prognose der Erkrankung. Oberflächliche Karzinome haben eine bessere Prognose als Karzinome, die die Muskelschicht durchbrochen haben. Wird ein Blasenkrebs neu entdeckt, handelt es sich in 80 % der Fälle um einen oberflächlichen Tumor. Der übrige Anteil besteht aus Geschwüren, die tiefer in die Blasenwand eindringen und Blut- und Lymphbahnen befallen können. Von den zunächst oberflächlichen Geschwüren wachsen 10-15% später in die Tiefe. Bei T1-Tumoren (s. u.) liegt der Anteil sogar bei 30-50%. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen kann es über die Lymph- und Blutgefäße zu Absiedelungen in Lymphknoten, Leber, Lunge, Knochen und andere Organe kommen. Das häufigste Symptom für einen Blasenkrebs sind Blutbeimengungen im Urin, die entweder dem Patienten als Rotfärbung des Urins auffallen oder (bei kleinsten Mengen) nur bei der Laboruntersuchung einer Harnprobe auffallen. Weitere Symptome können Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen im Blasenbereich sein. Da diese Symptome auch bei einer Entzündung der Harnblase auftreten, ist eine Abklärung bei längerem Anhalten unbedingt erforderlich. Bei fortgeschrittener Krankheit können Rückenschmerzen durch gestaute Nieren oder eine Schwellung der Beine durch Lymphstauung hinzukommen. Durch eine Ultraschalluntersuchung können größere Blasentumore oder auch eine Stauung der Nieren festgestellt werden. Bei einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Infusions-urogramm) zeigen sich bösartige Veränderungen als Kontrastmittelaussparung. Ein CT (Computertomogramm) wird vor einer Harnblasenoperation durchgeführt, um ein mögliches organüberschreitendes Wachstum und Lymphknotenveränderungen abzuklären. Oberflächliche Tumoren werden während einer Blasenspiegelung mit einer Hochfrequenzschlinge abgetragen. Der Tumorgrund kann im Rahmen dieses Eingriffs mit Hochfrequenzstrom oder mit Hilfe der Lasertechnologie verschorft werden. Abschließend wird zumeist für einen Zeitraum von 24 Stunden ein Blasenspülkatheter eingelegt. Dieser Eingriff wird transurethrale Resektion der Blase oder kurz TUR-Blase genannt. Da diese Tumoren in einem hohen Prozentsatz rezidivieren, wurden 2 Methoden entwickelt, um die Rezidivrate zu senken: ► die Instillation (Füllungsbehandlung) mit BCG (dem Impfbakterium gegen Tuberkulose) ► die Instillation mit Chemotherapeutika Für Blasenkrebs e, bei denen sich das Carcinom bis in die innere Muskelschicht ausgebreitet hat, aber noch auf die Harnblase begrenzt ist (Stadium T2 bis T3), gilt die offene chirurgische Entfernung der Harnblase als Behandlung der Wahl. Auch bei häufig wiederauftretenden stark veränderten (G2-3), oberflächlichen Carcinomen, die nicht auf eine Füllungsbehandlung ansprechen, kann es notwendig sein, eine komplette Entfernung der Harnblase durchzuführen. Im Rahmen einer kompletten Blasenentfernung, der sogenannten „radikalen Zystektomie“ werden die Beckenlymphknoten sowie beim Mann die Prostata und die Samenblasen mit entfernt. Bei der Frau entfernt man die gesamte Harnröhre, die vordere Scheidenwand und die Gebärmutter mit den Eierstöcken. Nach der Operation gibt es verschiedene Möglichkeiten der Harnableitung: 1. Die Harnleiteröffnungen werden als sog. Urostoma in die Haut eingepflanzt. Der Harn wird in einem Beutelsystem aufgefangen. 2. Die Harnleiter münden in den Darm und der Harn entleert sich in diesem Darmabschnitt und wird dort (nach teilweiser Resorption des Wassers) ausgeschieden. 3. Es wird eine neue Blase aus einem Darmabschnitt gebildet, die im Bauchraum unterhalb des Bauchnabels liegt und über kleine Katheter, welche durch eine Bauchnabelöffnung eingeführt werden, entleert wird (Nabelpouch). 4. Es wird aus einem ausgeschalteten Darmabschnitt eine neue Blase gebildet, die an die Stelle der alten eingesetzt wird. Der Harnfluss läuft wie zuvor über die normale Harnröhre. Die verschiedenen Operationsverfahren haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, die Planung muss die individuelle Situation des Patienten berücksichtigen. Da die Entfernung der Harnblase ein den Patienten stark belastender Eingriff ist, wird versucht, mit einer Kombination aus Strahlentherapie, Chemotherapie und reduzierten Operationsverfahren die Harnblase zu erhalten, ohne langfristig eine Erhöhung der Rückfallrate in Kauf zu nehmen. Diese Verfahren werden nur in wenigen ausgewiesenen Zentren durchgeführt und müssen auf den Einzelfall des Patienten abgestimmt werden. In Fällen mit einem hohen Rezidivrisiko oder bei bereits vorliegenden Metastasen ist eine Chemotherapie sinnvoll. Früher standen hierfür nur relativ nebenwirkungsreiche Kombinationen zur Verfügung, moderne Kombinationen wie Cisplatin und Gemcitabine sind deutlich besser verträglich.
Betreuung von Patienten nach Operation eines Blasenkarzinom
s Patienten, die mit der ersten Diagnose oder einer Rezidivdiagnose konfrontiert werden, können sich im Rahmen unserer Second opinion eine zweite Meinung einholen. Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes können Chemotherapien begonnen oder fortgeführt werden. Durch Kooperationen sind alle urologischen Untersuchungen und Eingriffe möglich. Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation Als Bestandteile einer ganzheitlichen Abteilung tragen alle unsere therapeutischen Angebote gemeinsam zu der Wiedererlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele bei. Patienten, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll. Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einem Blasenkrebs gibt es keine komplementäre Therapie, die die Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können. Unter komplementären Verfahren verstehen wir z. B. gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel und die Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus hat es sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die Krebserkrankung zu unterstützen. Ganzheitliche Medizin bedeutet für den Krebspatienten eine Berücksichtigung aller Dimensionen des Lebens, also neben rein körperlichen Gesichtspunkten auch die geistigen und seelischen Aspekte. Viele Therapieansätze aus der Ganzheitsmedizin zielen nicht direkt auf die Zerstörung des Tumors sondern auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte und die Förderung der Gesundung (siehe auch meinen Beitrag zur Salutogenese). Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden, Dabei muss die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt werden. Deshalb bieten wir verschiedene Formen einer vollwertigen Ernährung und Vitalkost (ausgewogenen Form der Makrobiotik) aber auch alle medizinisch erforderlichen Diäten an. Darüber hinaus können Patienten in unserem Haus die ayurvedische Ernährung kennen lernen. Patienten erlernen ggf. den Umgang mit einem Urostoma und werden intensiv von unserer Stomaschwester betreut. Eine begleitende und wieder aufbauende psychologische Betreuung soll die Erfahrung der lebensbedrohlichen Erkrankung überwinden helfen und ein positives Gestalten der eigenen Zukunft ermöglichen. Speziell onkologisch erfahrene Psychotherapeuten begleiten unsere Patienten in Gruppentherapien und Einzeltherapien. Durch Einzeltherapien ist es möglich, nicht nur die unmittelbare Verarbeitung der Krebsdiagnose, sondern auch in der Lebensgeschichte der Patienten liegende Probleme zu thematisieren und gezielt zu bearbeiten. Es gelingt so sogar für Patienten in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass durch diese Verbesserung der Lebensqualität auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden. Wesentlich tragen die Mitarbeiter der Krankengymnastik und der Bäder- und Massageabteilung dazu bei, dass der Patient körperliches Wohlbefinden wiedererlangt. Im Rahmen der Krankengymnastik, Sporttherapie und in der Massage- und Bäderabteilung werden verschiedene Therapieformen eingesetzt, um gezielt die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und wieder Zutrauen in den eigenen Körper zu finden und auch auf diesem Weg einen höhere Lebensqualität zu erreichen. Bei der Diagnose Krebs taucht bei vielen Patienten die Frage nach dem Sinn auf. Hier bietet unsere Klinik einzigartige Möglichkeiten, auf freiwilliger Basis verschiedene Angebote zu nutzen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Hierzu gehören vorbereitend Entspannungsverfahren und wesentlich zur Wiedererlangung der eigenen Kräfte und Freude am eigenen Schaffen ist die freiwillige Teilnahme am kreativen Angebot. Patienten, die mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in unser Haus kommen, werden umfassend und vertrauensvoll über das für und wider jedes Behandlungsschrittes sorgfältig in Gespräch zwischen Arzt und Patient aufgeklärt.
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den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Die „Komplementäre Onkologie“ von Jutta Hübner: Ein Buch, das Sie als Onkologe oder als Hausarzt, Internist, Gynäkologe oder Urologe, der mit Krebspatienten konfrontiert ist, immer wieder konsultieren werden. Alle Komplementärsubstanzen als Patienteninformation auf CD-ROM!
Weitere Informationen und Bestellformular finden Sie
hier: Komplementäre Onkologie, Supportive Maßnahmen und evidenzbasierte Empfehlungen Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001 zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)
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